The Sky is the Limmat – Unterwegs in unserem Revier
- 30. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Mai
„Sky’s the Limit“, rappte Biggie 1997. Für uns Überflüger – die Libellen der Limmatstadt – heisst es heute: The Sky is the Limmat. Als Wesen, die sich am Wasser am wohlsten fühlen, haben wir
am Wochenende die Flügel ausgebreitet und den aktuellen Stand der Renaturierung in unserem Revier abgecheckt. Denn dort, wo das Wasser fliesst, entstehen für uns die besten Ideen.
Das vergessene Auenland
Die Schweiz war ursprünglich ein riesiges Auenland. Ein dynamisches Geflecht aus Inseln, Kiesbänken und Uferwäldern – das perfekte Paradies für uns Libellen. Doch seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben wir rund 90 % dieser wertvollen Flächen verloren. Die Renaturierung ist für uns die Rückkehr in unser wahres Zuhause. Wir erobern uns den Space zwischen Beton und Kanal zurück!

Technik trifft Flügelkraft
Unser Flug startete beim Technikum, führte hinüber zum majestätischen Kloster Fahr und auf der anderen Seite wieder zurück.
Route: Entlang der Limmat ↔ Kloster Fahr ↔ Fahrweid.
Dauer: Ein gemütlicher „Flug“ von 1,5 Stunden (ca. 5 km).
Highlights: Überall am Wegrand findet ihr kunstvolle Holzskulpturen und die genialen Kurbel-Posten. Durch Drehen erzeugt ihr die Energie für Hörspiele über die Region.
Guckrohre: Haltet Ausschau nach den „Fernrohren“. Wenn ihr durchschaut, seht ihr ein Visual, wie unser Revier nach Abschluss der Renaturierung aussehen wird.
Bistro Gartenoase
Direkt am Flussufer auf Höhe der Fahrweid liegt das Bistro Gartenoase. Es ist ein Ort, der fast wie aus der Zeit gefallen wirkt. Die Besitzerfamilie hat hier mit unglaublich viel Herzblut ein Refugium geschaffen, das an einen kleinen Dschungel erinnert – mitten im Grün direkt an der Limmat.
Es ist weit mehr als nur ein Bistro; es ist ein liebevoll geführter Ort für Mensch und Tier. In den grossen Volieren könnt ihr eine beeindruckende Vielfalt an einheimischen und exotischen Vögeln beobachten. Doch die Fürsorge der Familie geht noch weiter: Sie haben verschiedenen Tieren ein „Zuhause für immer“ gegeben. Da sind Schafe, die dort friedlich leben, und eine Gruppe von Hunden und Katzen, die hier ihren Frieden gefunden haben – wie z.B. ein Hund mit einem kaputten Beinchen, der hier ein liebevolles Daheim gefunden hat.
Die Stimmung ist einmalig: Die Tiere gehören einfach dazu. Wer diesen paradiesischen Ort unterstützen möchte, kann das ganz einfach tun: Gönnt euch eine Pause im Bistro oder deckt euch am Eierkasten mit frischen Produkten aus der Gegend ein. So helft ihr direkt mit, dass dieser wertvolle Ort am Fluss erhalten bleibt.
Charon & der Weidling
Ein historischer Hingucker ist das alte Fährhaus. Die Fähre Mauritius verkehrt hier bei schönem Wetter, gemeinschaftlich betrieben vom Wasserfahrverein Schlieren (WFV) und der Seepfadi Zürich. Die Kapitäne oder auch Fährmänner steuern dort einen echten Weidling – ein traditionelles Holzboot, das mit reiner Muskelkraft und dem „Stachel“ manövriert wird.
Dass unser Überflüger-Vereinspartner und Vereinsmitbegründer sich Charon nennt, ist kein Zufall. Er war es, der mit der Idee zur Vereinsgründung inspirierte. In der Mythologie ist Charon der Fährmann, der über den Fluss führt – bei uns ist er die zweite treibende Kraft hinter dem Projekt. Die Verbindung zur Limmat sitzt tief in unseren Genen.
Save the Date: Tag der offenen Tür! Wer das Wasserfahren selbst mal erleben will: Am Sonntag, 14. Juni, laden der WFV Schlieren und die Seepfadi Zürich zum Tag der offenen Tür ein. Es gibt Fahrbetrieb mit der Fähre Mauritius, Besichtigungen des Bootshauses, man kann selbst mal im Weidling mitfahren und für das leibliche Wohl sorgt eine Festwirtschaft. Vorbeischauen lohnt sich!
Gedankenfluss
Wir alle lieben die Limmat im Sommer. Aber als Libellenfreunde sehen wir auch: Der Massentourismus mit Gummibooten ist ein Stressfaktor. Sonnencreme, Lärm und Müll stören das Gleichgewicht im tierischen Wohnzimmer. Die Renaturierung macht das „Durchbrettern“ ohnehin schwieriger – und das ist gut so! Erlebt die Limmat mal anders: Zu Fuss, mit Bedacht oder eben ganz klassisch im Weidling. Respekt vor der Natur ist der wahre Überflüger-Style.

Warum uns das am Herzen liegt
Überflüger ist eine Plattform für das Zusammenspiel von Kunst, Technik und Natur. Wir schützen unser eigenes Zuhause. Deshalb spenden wir auch einen Teil unserer Stand-Einnahmen an Naturschutzorganisationen wie letztes Jahr BirdLife, um den Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums zu unterstützen.
Landet mal kurz zwischendurch, kurbelt an den Posten und geniesst die Ruhe am Fluss. Denn manchmal muss man erst den Boden unter den Füssen spüren, bevor man wieder abheben kann.
The Sky is the Limmat!
Willst du noch tiefer ins Auenland eintauchen? Alle offiziellen Details, Pläne und Hintergründe zum Renaturierungsprojekt findest du direkt beim Kanton Zürich auf der Seite Lebendige Limmat.





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